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Preise auf Kanarische Inseln

Entdecken Sie das Preisniveau auf den Kanarischen Inseln: Infos zu Lebenshaltungskosten, Restaurantpreisen, Unterkunft, Mietwagen, Freizeit und mehr.

●●●○○durchschnittlich
82

Preise auf Kanarische Inseln auf einen Blick

PositionKanarische InselnDeutschland
1-Zimmer-Wohnung (Stadtzentrum) / Monat740 €900 €
1-Zimmer-Wohnung (außerhalb) / Monat560 €680 €
Günstiges Restaurant, Hauptgericht13 €15 €
3-Gänge-Menü für zwei60 €68 €
Bier (0,5 l, Kneipe)4 €4,50 €
Cappuccino3 €3,50 €
Brot (500 g)1,90 €2,10 €
Milch (1 l)1 €1,15 €
Eier (12 Stück)3 €3,30 €
Nahverkehr, Einzelticket3 €3,20 €
Monatsticket Nahverkehr53 €60 €
Benzin (1 l)1,60 €1,75 €
Internet (Monat)34 €38 €
Fitnessstudio (Monat)31 €35 €

Alle Angaben in Euro, Richtwerte für 2026. Basis ist unser Preisniveau-Index (Deutschland = 100); die konkreten Beträge im Text sind recherchiert.

Kanarische Inseln im Vergleich zu Deutschland

Miete (Zentrum)82 %
Restaurant87 %
Bier89 %
Lebensmittel90 %
Nahverkehr88 %

Deutschland = 100 %

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Die Kanarischen Inseln gelten für viele Deutsche als idealer Kompromiss aus sonnigem Badeurlaub, Naturerlebnissen und noch halbwegs überschaubaren Reisekosten. Ganzjährig mildes Klima, Strände von goldgelb bis tiefschwarz, der Teide auf Teneriffa, die Dünen von Maspalomas auf Gran Canaria und die rauen Lavafelder auf Lanzarote ziehen nicht nur klassische Pauschaltouristen an. Immer mehr Menschen kommen für längere Winteraufenthalte, Workation oder sogar als digitale Nomaden. Damit rücken auch das Preisniveau und die laufenden Lebenshaltungskosten stärker in den Fokus.

Wer vom deutschen Preisniveau kommt, empfindet die Kanaren im Alltag meist als eher günstig bis moderat teuer. Die Inseln gehören politisch zu Spanien, liegen aber geographisch vor der Küste Nordafrikas und haben einen Sonderstatus mit reduzierter indirekter Steuer (IGIC statt Mehrwertsteuer). Viele Produkte sind daher etwas günstiger als in Deutschland, gleichzeitig treibt die Insellage manche Preise – etwa bei Importwaren und Transport – nach oben. Innerhalb des Archipels gibt es ebenfalls Unterschiede: Sehr touristische Orte im Süden von Teneriffa oder Gran Canaria sind teurer als Wohnviertel in Las Palmas oder Santa Cruz, und ruhige Inseln wie La Palma oder El Hierro sind im Alltag oft etwas preiswerter.

Im internationalen Vergleich liegt das allgemeine Preisniveau auf den Kanarischen Inseln überwiegend in der Kategorie mittel. Im Verhältnis zum weltweiten Durchschnitt sind Restaurantbesuche, öffentlicher Nahverkehr und viele Lebensmittel günstiger als in Nordeuropa, aber teurer als in typischen Backpacker-Destinationen in Asien oder Osteuropa.

Verglichen mit anderen Urlaubsinseln in Südeuropa – etwa Mallorca, Ibiza, Kreta oder Madeira – schneiden die Kanaren bei den Lebenshaltungskosten insgesamt eher günstig bis moderat ab. Besonders auffällig ist, dass Alltagsprodukte im Supermarkt meist günstiger sind als auf den Balearen, während bestimmte touristische Dienstleistungen (Strandbars, Beachclubs, Ausflüge) auf einem ähnlichen Niveau liegen.

Inflation, Währung, Bargeld und Kartenzahlung

Auf den Kanaren wird wie im restlichen Spanien mit dem Euro bezahlt. Für Reisende aus der Eurozone entfällt somit das Thema Geldwechsel, und auch bei längeren Aufenthalten gibt es keine Wechselkursrisiken. Die Inflation lag in Spanien in den letzten Jahren zeitweise deutlich über dem langfristigen Durchschnitt, hat sich aber zuletzt wieder beruhigt. Auf den Inseln selbst spüren Urlauber vor allem, dass Restaurant- und Hotelpreise in beliebten Küstenorten angezogen haben, während viele Grundnahrungsmittel im Supermarkt weiterhin deutlich günstiger sind als in Deutschland.

Geldautomaten (ATMs) sind in allen touristischen Zentren und Städten sehr dicht vorhanden, man findet sie in Banken, Einkaufszentren und oft auch direkt an Promenaden. Allerdings erheben einige Betreiber eigene Gebühren, während andere Banken kostenlose Abhebungen anbieten, wenn die Heimatbank entsprechende Vereinbarungen hat. Grundsätzlich lohnt es sich, größere Beträge auf einmal abzuheben und vorab bei der eigenen Bank die Konditionen für Abhebungen in Spanien zu prüfen.

Kartenzahlung ist auf den Kanarischen Inseln sehr verbreitet. In Supermärkten, Tankstellen, Restaurants und Hotels werden gängige Debit- und Kreditkarten akzeptiert. Selbst kleinere Bars und Kioske verfügen zunehmend über Kartenterminals oder bieten kontaktloses Bezahlen an. Eine kleine Menge Bargeld ist dennoch sinnvoll, etwa für sehr kleine Lokale, Wochenmärkte oder Trinkgelder. Insgesamt dominieren aber Kartenzahlungen deutlich stärker als noch vor einigen Jahren, was längere Aufenthalte und Alltagsausgaben vereinfacht.

Spezifisch für die Kanaren ist der Sondersteuerstatus, der zum Beispiel bei Elektronik und Parfüm zu teilweise deutlich niedrigeren Preisen als in Deutschland führt. Umgekehrt können importierte Markenprodukte – etwa spezielle Lebensmittel aus Nordeuropa – auffällig teurer sein als auf dem Festland. Wer längere Zeit bleibt, profitiert am meisten, wenn er sich etwas an das lokale Angebot und die kanarische Küche anpasst.

Transport: Bus, Taxi, Mietwagen und Inlandsflüge

Der öffentliche Nahverkehr auf den Kanarischen Inseln ist im Vergleich zu Deutschland eher günstig. Zwischen den wichtigsten Städten und Ferienorten verkehren Linienbusse (auf Teneriffa und Gran Canaria häufig, auf kleineren Inseln etwas seltener), die für Tagesausflüge gut nutzbar sind.

  • Stadtbus oder kurzer Regionalbus: ca. 1,40–2,50 € pro Fahrt
  • Längere Überlandstrecken (z. B. Flughafen – Ferienort): etwa 3–6 €
  • Monatskarten oder wiederaufladbare Karten für Einheimische sind noch günstiger, spielen für Urlauber aber selten eine Rolle.

Taxis sind deutlich günstiger als in Nordeuropa, besonders für kürzere Strecken innerhalb eines Ortes:

  • Grundtarif: ca. 3–4 €
  • Kilometerpreis: meist um 1,00–1,20 € pro km
  • Typische Fahrt im Ferienort (z. B. 3–5 km): 6–10 €

Mietwagen sind für viele Besucher der Kanaren ein wichtiger Bestandteil des Urlaubs, da sie Ausflüge ins Inselinnere, abgelegene Strände oder Aussichtspunkte ermöglichen. Die Inseln gelten traditionell als eher günstiger Mietwagenstandort, wobei die Preise seit der Pandemie und durch gestiegene Nachfrage deutlich schwanken.

  • Kleinwagen in der Nebensaison: ab ca. 20–30 € pro Tag bei Online-Buchung
  • In der Hochsaison oder sehr kurzer Vorlaufzeit: eher 35–60 € pro Tag
  • Eine Woche Mietwagen in einem touristischen Ort: grob 150–300 €, je nach Insel und Vermieter

Im Vergleich: Auf Mallorca oder Ibiza liegen Mietwagenpreise in der Hochsaison oft etwas höher, während sie auf Festlanddestinationen wie Costa Blanca oder Costa del Sol ähnlich oder minimal günstiger sein können. Auf kleineren kanarischen Inseln wie La Palma oder El Hierro gibt es weniger Mietwagenanbieter, was in Spitzenzeiten zu höherem Preisniveau führen kann.

Bars, Cafés und Restaurantbesuche

Ein großer Pluspunkt der Kanaren ist, dass man auch mit mittlerem Budget gut und oft auswärts essen kann. Es gibt einfache Tapas-Bars, lokale Guachinches (vor allem auf Teneriffa), Strandcafés, internationale Restaurants und gehobene Küche.

  • Kaffee (Café con leche) im Café: ca. 1,50–2,50 €
  • Softdrink im Restaurant (0,33 l): etwa 2–3 €
  • Einfaches Frühstück (Kaffee + Croissant/Toast): häufig 3–5 €
  • Menü des Tages (Mittagsmenü mit 2–3 Gängen): meist 9–15 € pro Person
  • Hauptgericht im einfachen Restaurant: ca. 10–16 €
  • Dreigängemenü für zwei Personen in einem Mittelklasse-Restaurant inklusive Getränke: grob 40–70 €

In sehr touristischen Zonen im Süden von Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote zahlt man fürs Essen am Meer oft etwas Aufschlag, während Restaurants in Wohnvierteln oder im Inselinneren deutlich günstiger sind. Im Vergleich zu Mallorca oder Ibiza fällt auf, dass einfache Bars und lokale Restaurants auf den Kanaren tendenziell etwas günstiger sind, während trendige Strandbars preislich ähnlich liegen können.

Bier und andere Getränke: im Supermarkt und in der Bar

Bier ist auf den Kanarischen Inseln traditionell günstig, vor allem lokale Marken wie Dorada oder Tropical. Der Preis hängt allerdings stark davon ab, ob man im Supermarkt oder in einer touristischen Bar an der Strandpromenade kauft.

  • Bier im Supermarkt (0,33 l Dose oder Flasche): ca. 0,40–1,00 €
  • Gute Flasche Tischwein im Supermarkt: etwa 3–7 €
  • Lokales Bier vom Fass (0,3–0,5 l) in einer einfachen Bar: ca. 1,50–2,50 €
  • In Strandbars, britischen Pubs und Touristenzonen: meist 2,50–4,50 € für ein großes Bier
  • Cocktail in einer Bar oder am Strand: etwa 7–12 €

Im Vergleich zu den Balearen sind Bier und Wein in Supermärkten häufig günstiger, während Restaurantpreise meist nur leicht darunter liegen. Auf besonders exklusiven Teilen von Ibiza oder in angesagten Beachclubs kann die Getränkerechnung deutlich höher ausfallen als auf den Kanaren. Griechische Inseln wie Santorin oder Mykonos liegen für alkoholische Getränke in touristischen Hotspots eher über dem kanarischen Preisniveau, während auf weniger bekannten Inseln der Ägäis noch günstigere Preise möglich sind.

Lebensmittel und Supermärkte

Wer im Apartment wohnt oder länger bleibt, interessiert sich vor allem für die Supermarktpreise. Hier schneiden die Kanaren für deutsche Verhältnisse meist positiv ab. Große Ketten wie Mercadona, Lidl, HiperDino oder Spar versorgen die Inseln, und das Angebot ist breiter, als man auf abgelegenen Inseln vielleicht erwarten würde.

Produkt Typischer Preis Hinweis
Liter Milch ca. 0,80–1,10 € Markenware etwas teurer
Brot/Brötchen (frisch) 1–2 € Bagette oder Pan normal
1 kg Äpfel oder Orangen 1,50–3,00 € Saisonabhängig
1 kg Tomaten 1,50–2,50 € Regionale Ware oft günstiger
1 kg Hähnchenbrust 6–9 € Abgepackt oder Frischetheke
Pasta (500 g) 0,70–1,20 € Hausmarken sehr günstig
Käse (250 g, lokal) 2,50–4 € Z. B. Queso de Cabra
Bier (0,33 l, Dose) 0,40–0,80 € Mehrwegflaschen leicht teurer
Flasche Wein (0,75 l) 3–7 € Gute lokale Weine ab ca. 4 €
6 x 1,5 l Wasser 1,80–3,00 € Leitungswasser selten als Trinkwasser genutzt

Im Vergleich zu Deutschland liegen viele Grundnahrungsmittel zwischen leicht und deutlich darunter. Besonders Obst, Gemüse und lokale Produkte sind attraktiv bepreist. Importierte Spezialitäten aus Skandinavien oder Deutschland können hingegen deutlich teurer sein als zuhause. Wer sich überwiegend selbst versorgt, kommt auf den Kanaren mit einem spürbar geringeren Lebensmittelbudget aus als in den meisten deutschen Großstädten.

Street Food und Imbisse

Street Food im engeren Sinn ist auf den Kanarischen Inseln weniger ausgeprägt als in asiatischen Metropolen, doch in touristischen Orten gibt es zahlreiche einfache Imbisse, Bäckereien und Snackbars.

  • Sandwich oder Bocadillo: ca. 3–5 €
  • Portion Pommes oder kleine Snacks: 2–4 €
  • Pizza-Slice oder einfache Pizza zum Mitnehmen: 2,50–4 € bzw. 8–12 € für eine ganze Pizza
  • Kleine Tapasportionen am Tresen: ab 2–4 € pro Teller

Für Reisende mit kleinerem Budget ist es gut möglich, sich tagsüber relativ günstig von Snacks, Bäckereien und Supermarktprodukten zu ernähren und das Geld eher für ein schönes Abendessen einzuplanen. Im Vergleich zu sehr touristischen Teilen von Ibiza oder Mykonos sind Snackpreise auf den Kanaren meist merklich niedriger, auf ähnlichem oder leicht niedrigerem Niveau als auf Mallorca.

Attraktionen, Freizeit und Unterhaltung

Die Kanarischen Inseln bieten eine große Bandbreite an kostenlosen oder sehr günstigen Aktivitäten – etwa Wanderungen in Vulkanlandschaften, Spaziergänge an der Küste oder Baden an frei zugänglichen Stränden – und kostenpflichtigen Attraktionen wie Wasserparks, Zoos, Boots- und Whalewatching-Touren.

  • Eintritt in kleinere Museen oder historische Stätten: etwa 3–8 €
  • Große Freizeitparks oder Wasserparks: zwischen 25 und 40 € pro Erwachsenem
  • Bootsausflug/Whale Watching (Halbtagestour): ca. 30–60 € pro Person
  • Leihfahrrad pro Tag: etwa 10–20 €
  • Schnorchelausflug oder einfaches Tauch-Schnupperangebot: in der Regel 40–90 €

Abendliche Unterhaltung in Form von Bars, Live-Musik oder kleineren Shows ist häufig im Konsum integriert, das heißt, statt Eintritt zahlt man leicht erhöhte Getränkepreise. In Ferienorten mit vielen britischen oder skandinavischen Gästen ähneln die Preise für Pub-Abende denen auf Mallorca, sind aber häufig noch etwas günstiger als auf sehr trendigen Balearen-Hotspots.

Unterkünfte: Hotels, Apartments und Langzeitmieten

Die Unterkunftskosten sind der größte Einzelposten bei den Lebenshaltungskosten auf den Kanarischen Inseln. Das Spektrum reicht von einfachen Hostels über Ferienapartments bis hin zu luxuriösen Resorts.

  • Einfaches Hostel oder Budget-Hotel: ca. 25–50 € pro Nacht im Doppelzimmer
  • Gute Mittelklassehotels in touristischen Zonen: etwa 70–130 € pro Nacht
  • Ferienapartment (1 Schlafzimmer): meist 50–120 € pro Nacht, abhängig von Lage und Saison
  • Resorts oder Hotels mit All-Inclusive: je nach Standard und Saison sehr unterschiedlich, grob 120–250 € pro Nacht für zwei Personen

In der Hochsaison um Weihnachten, im Winter auf den beliebtesten Inseln und während wichtiger Feiertage können die Preise deutlich über diesen Richtwerten liegen. Auf ruhigeren Inseln wie La Gomera oder El Hierro sind die Preise für einfache Unterkünfte oft niedriger, während Hotspots wie Costa Adeje auf Teneriffa oder Maspalomas auf Gran Canaria eher im oberen Bereich liegen.

Im Vergleich zu Mallorca oder Ibiza sind die Kanaren bei längeren Aufenthalten häufig günstiger, vor allem in den Wintermonaten, in denen Balearenunterkünfte teilweise sogar geschlossen sind. Wer mehrere Wochen oder Monate bleibt, kann durch Langzeitmieten und Direktabsprachen mit Vermietern das durchschnittliche Preisniveau deutlich drücken.

Mietwagen, Treibstoff und Mobilität zwischen den Inseln

Neben dem bereits genannten Mietwagenniveau spielen für viele Urlauber auch Treibstoffpreise und Inselhopping eine Rolle. Benzin und Diesel sind auf den Kanaren traditionell günstiger als in vielen Ländern der EU, oft auch etwas günstiger als auf dem spanischen Festland.

  • Liter Benzin oder Diesel: je nach Weltmarktpreis etwa 1,30–1,60 €
  • Typische Wochenmiete für einen Kleinwagen: 150–250 €, bei früher Online-Buchung teils darunter
  • Fährtickets zwischen größeren Inseln (z. B. Gran Canaria – Teneriffa) für Fußpassagiere: grob 30–50 € hin und zurück, für PKWs entsprechend mehr
  • Inlandsflüge zwischen den Inseln: bei frühzeitiger Buchung oft 30–80 € pro Strecke

Im Vergleich zu anderen Inselregionen wie Griechenland oder den Azoren sind Fährverbindungen auf den Kanaren gut ausgebaut, was Inselhopping relativ einfach macht. Preislich liegen die Kanaren hier im moderaten Bereich: Fähr- und Flugpreise sind spürbar höher als auf dem spanischen Festland, aber nicht so hoch wie manche innergriechische Verbindungen in der Hochsaison.

SIM-Karte, Internet und Kommunikation

Da die Kanarischen Inseln zur EU gehören, nutzen Reisende aus anderen EU-Ländern ihre bestehenden Mobilfunktarife in der Regel ohne Roamingzuschlag. Wer also einen EU-Mobilfunktarif mit Datenvolumen besitzt, kann normalerweise wie zuhause telefonieren und surfen. Es lohnt sich, vor der Reise die genauen Konditionen des eigenen Tarifs zu prüfen, da einige Discounteranbieter spezielle Grenzen (Fair-Use-Regeln) im EU-Ausland haben.

Für alle anderen Reisenden oder Langzeitaufenthalte sind lokale Prepaid-SIM-Karten interessant. Anbieter wie Movistar, Vodafone, Orange oder regionale Marken bieten Datentarife an, die auf den Kanaren in der Regel das gleiche kosten wie im restlichen Spanien.

  • Prepaid-SIM mit 20–30 GB Datenvolumen: ca. 15–25 € pro 4 Wochen
  • Unbegrenzte oder sehr hohe Datenvolumen: grob 25–40 € im Monat, teils in Kombination mit Gesprächsminuten

WLAN ist in den meisten Hotels, vielen Ferienwohnungen und in Cafés kostenlos. In touristischen Orten gibt es zudem öffentliche WLAN-Hotspots. Die Internetqualität hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, sodass auch Remote-Work oder längere Aufenthalte mit Online-Arbeit für viele problemlos möglich sind.

Visum und Aufenthaltsrecht

Visafragen sind auf den Kanarischen Inseln identisch mit denen des spanischen Festlands, da es sich um Teilgebiete Spaniens und damit des Schengen-Raums handelt. Staatsangehörige aus EU- und EWR-Ländern sowie der Schweiz benötigen für Ferienaufenthalte kein Visum und können sich unbeschränkt im Rahmen der Freizügigkeitsregeln aufhalten, solange sie nicht dauerhaft ihren Wohnsitz verlegen. Für viele andere Staaten gilt die übliche Schengen-Regel von maximal 90 Tagen Aufenthalt innerhalb von 180 Tagen ohne Visum.

Für längere Sprachaufenthalte, Studium oder Erwerbstätigkeit gelten die regulären spanischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen. Preislich ist die Beantragung eines Visums für Nicht-EU-Bürger wie bei anderen Schengen-Staaten mit einer Gebühr verbunden, die je nach Visumstyp unterschiedlich hoch ist. Im Rahmen normaler Urlaubsreisen spielt dieser Posten in den Lebenshaltungskosten auf den Kanaren jedoch meist keine Rolle, da viele Urlauber visumfrei einreisen können.

Sonstige typische Ausgaben

Neben den großen Blöcken Unterkunft, Transport und Verpflegung gibt es zahlreiche kleinere Ausgabenposten, die sich bei längeren Aufenthalten summieren können.

  • Strandliegen und Sonnenschirm: an vielen Stränden werden für zwei Liegen und einen Schirm pro Tag etwa 10–18 € verlangt, je nach Insel und Strand.
  • Öffentliche Parkplätze: in vielen Orten kostenlos oder sehr günstig, in stark touristischen Zonen können Parkhäuser 1–2 € pro Stunde berechnen.
  • Raucherwaren: Zigaretten sind in Spanien generell günstiger als in Deutschland, auf den Kanaren teils noch etwas günstiger – ein Posten, der für manche Reisende ins Gewicht fällt.
  • Friseur oder Kosmetik: Haarschnitt in einem einfachen Salon liegt oft zwischen 10 und 20 €, auf gehobenen Salons entsprechend höher.
  • Apotheke und Medikamente: Viele rezeptfreie Medikamente sind günstiger als in Deutschland, dafür sind einige Markenprodukte, die importiert werden müssen, teurer.

Verglichen mit anderen Inselregionen wie Madeira oder den Azoren fällt auf, dass touristische Zusatzleistungen – vom Sonnenliegen-Verleih bis zur Bootstour – auf den Kanaren oft etwas günstiger oder auf ähnlichem Niveau liegen, während die Auswahl größer ist. Gegenüber sehr angesagten Partyzielen wie Ibiza oder Mykonos sind die Kanarischen Inseln bei diesen „Nebenposten“ meist klar im Vorteil.

Preisunterschiede zwischen einzelnen Kanareninseln und anderen Ferieninseln

Innerhalb der Kanarischen Inseln gibt es merkliche Preisunterschiede. Stark touristisch geprägte Regionen wie der Süden Teneriffas (Costa Adeje, Playa de las Américas), der Süden Gran Canarias (Playa del Inglés, Maspalomas), Teile von Lanzarote oder Fuerteventura liegen beim Preisniveau für Hotels, Restaurants in erster Reihe und Freizeitangebote eher am oberen Ende der kanarischen Skala. In lokalen Wohnvierteln wie La Laguna auf Teneriffa, Arucas auf Gran Canaria oder auf weniger touristischen Inseln wie La Palma, La Gomera oder El Hierro sind Mieten, Restaurantpreise und Alltagskosten oft spürbar niedriger.

Setzt man die Kanaren ins Verhältnis zu anderen beliebten Inseln, ergibt sich grob folgendes Bild:

  • Kanarische Inseln vs. Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera): Die Kanaren sind bei Supermarktpreisen und einfachen Restaurants meist günstiger. Besonders auf Ibiza und in Teilen Mallorcas sind Hotel- und Getränkepreise höher. Familien oder Langzeitaufenthalter kommen auf den Kanaren in der Regel günstiger weg.
  • Kanarische Inseln vs. Madeira: Madeira liegt preislich ähnlich oder leicht darunter, hat aber weniger durchgehende Badesaison. In sehr touristischen Zonen können einzelne Leistungen dort ähnlich viel kosten, insgesamt sind die Lebenshaltungskosten auf den Kanaren durch das breitere Angebot etwas variabler.
  • Kanarische Inseln vs. griechische Inseln: Auf klassisch touristischen griechischen Inseln wie Santorin oder Mykonos sind Hotels und Restaurants häufig teurer, während weniger bekannte Inseln der Ägäis teilweise günstiger sind als die Kanaren. Beim Supermarkt und beim öffentlichen Verkehr liegen viele griechische Inseln preislich ähnlich.
  • Kanarische Inseln vs. Azoren: Die Azoren sind in manchen Alltagsbereichen etwas günstiger, aber schwerer und meist teurer zu erreichen. Freizeitangebote und touristische Infrastruktur sind dort weniger entwickelt, dafür sind Naturerlebnisse häufig kostenlos. Die Kanaren bieten eine größere Bandbreite an Preisen und Unterkünften.

Für Urlauber, die ein verlässliches, ganzjähriges Sonnenziel mit moderatem Preisniveau und einiger Planungssicherheit bei den Lebenshaltungskosten suchen, bieten die Kanarischen Inseln insgesamt ein ausgewogenes Verhältnis von Kosten und Lebensqualität. Wer bereit ist, ein wenig abseits der großen Promenaden zu essen, im Supermarkt einzukaufen und gegebenenfalls ein Apartment statt eines Hotels zu wählen, kann sowohl einen klassischen Badeurlaub als auch einen längeren Winteraufenthalt mit relativ gut kalkulierbaren Ausgaben planen.

Häufige Fragen zu Kanarische Inseln

Wie viel Geld braucht man pro Monat auf Kanarische Inseln?

Für eine Einzelperson solltest du auf Kanarische Inseln mit rund 1.900 € pro Monat rechnen (inklusive Miete). Sparsam kommst du ab etwa 1.250 € aus, komfortabel wird es ab 2.950 €.

Ist Kanarische Inseln teurer als Deutschland?

Nein. Das Preisniveau auf Kanarische Inseln liegt bei etwa 82 (Deutschland = 100) – das Leben ist dort also rund 18 % günstiger als in Deutschland.

Was kostet eine Wohnung auf Kanarische Inseln?

Eine 1-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum kostet auf Kanarische Inseln im Schnitt etwa 740 € pro Monat, außerhalb des Zentrums rund 560 €. Die tatsächliche Miete hängt stark von Lage und Ausstattung ab.

Was kostet Essen auf Kanarische Inseln?

Ein Hauptgericht in einem günstigen Restaurant kostet etwa 13 €, ein Bier rund 4 €. Grundnahrungsmittel wie Brot (1,90 €) oder Milch (1 €) bewegen sich auf einem entsprechenden Niveau.

Wie viel kostet ein Urlaub auf Kanarische Inseln?

Für zwei Wochen vor Ort solltest du mit einem Normal-Budget etwa 1.064 € einplanen (ca. 76 € pro Tag) – zuzüglich Flug. Mit dem Reisebudget-Rechner kannst du das genauer berechnen.

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